Einhell GC-GP 6538 im Test: Gartenpumpe für Regenwasser
Die Einhell GC-GP 6538 ist eine Gartenpumpe für Klarwasser. Sie saugt aus der Regentonne, der Zisterne oder dem Brunnen an und bringt das Wasser mit 3,6 bar auf den Schlauch, also mit ungefähr dem Druck einer normalen Hausleitung.
650 Watt, 3.800 Liter in der Stunde, 5,65 Kilogramm. Wir haben uns angesehen, was diese Zahlen im Garten bedeuten und wo die Grenzen der Bauart liegen.
Die Daten im Überblick
| Modell | Einhell GC-GP 6538, Artikelnummer 4180280 |
|---|---|
| Leistung | 650 W |
| Max. Fördermenge | 3.800 l/h |
| Max. Förderdruck | 3,6 bar |
| Max. Förderhöhe | 36 m |
| Max. Saughöhe | 8 m |
| Max. Wassertemperatur | 35 °C |
| Anschlüsse | Druck und Saug je 33,3 mm (R1 Außengewinde) |
| Länge Netzkabel | 1,4 m |
| Gewicht | 5,65 kg |
Werte nach den Angaben von Einhell.
Fördermenge und Druck treten nie gleichzeitig auf
Das ist der Punkt, an dem Datenblätter regelmäßig missverstanden werden. Die 3.800 Liter pro Stunde gelten bei null Gegendruck, also wenn das Wasser frei aus dem Stutzen läuft. Die 3,6 bar gelten am anderen Ende, wenn nichts mehr fließt.
Im Alltag liegt man dazwischen. Ein Rasensprenger, der 2 bar braucht, bekommt vielleicht 2.000 Liter in der Stunde, und das reicht für die meisten Gärten gut aus. Wie sich die Klasse insgesamt schlägt, steht im Vergleich der Gartenpumpen.
Acht Meter Saughöhe sind eine physikalische Grenze
Eine saugende Pumpe zieht das Wasser nicht hoch, sie senkt den Druck über der Wassersäule, und der Luftdruck drückt sie nach oben. Bei rund zehn Metern ist damit theoretisch Schluss, praktisch bei acht. Wer aus einem tieferen Brunnen fördert, braucht eine Tiefbrunnenpumpe, die im Wasser hängt.
Klarwasser heißt: kein Sand
Die Pumpe ist für sauberes Wasser gebaut. Sand und Schwebstoffe aus einer Zisterne mit Bodensatz schmirgeln das Laufrad und die Gleitringdichtung ab. Ein Saugschlauch mit Rückschlagventil und Filterkorb ist deshalb kein Zubehör, sondern Voraussetzung für ein langes Pumpenleben.
Wo sie an Grenzen kommt
Dafür
- 3.800 l/h reichen für Sprenger und Schlauch
- Thermischer Überlastschutz gegen Überhitzung
- Wassereinfüll- und Ablassschraube für die Entleerung
- Tragegriff, mit 5,65 kg gut zu versetzen
- Standardgewinde R1, jedes Zubehör passt
- Preislich am unteren Rand der Klasse
Dagegen
- Kein Druckschalter, sie muss von Hand geschaltet werden
- Netzkabel mit 1,4 m sehr kurz
- Nur für Klarwasser, kein Sand
- Saughöhe endet bei 8 m
- Wassertemperatur maximal 35 °C
- Muss vor dem Frost entleert werden
Das kurze Netzkabel ist die Zahl, über die im Alltag am meisten geflucht wird. 1,4 Meter bedeuten in fast jedem Aufstellfall eine Verlängerung, und die gehört bei einem Gerät im Freien in die passende Schutzart und an einen Fehlerstromschutzschalter.
Passt sie zu deinem Garten?
Ja, wenn
- Regenwasser aus Tonne oder Zisterne kommt
- ein oder zwei Sprenger versorgt werden
- die Wasserquelle weniger als 8 m tief liegt
- die Pumpe von Hand geschaltet werden darf
Nein, wenn
- die Pumpe automatisch anspringen soll
- Toilette oder Waschmaschine versorgt werden
- das Wasser Sand oder Schlamm enthält
- aus mehr als 8 m Tiefe gefördert wird
Wer das Wasser ins Haus leiten will, braucht ein Hauswasserwerk oder einen Hauswasserautomaten. Beide schalten über einen Druckschalter selbsttätig ein, sobald irgendwo ein Hahn geöffnet wird.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn der Saugschlauch fehlt: GC-GP 6538 Set
Dieselbe Pumpe im Set mit Saugschlauch und Ansauggarnitur. Wer noch nichts hat, spart gegenüber dem Einzelkauf, und der Filterkorb am Schlauchende ist ohnehin Pflicht.
Wenn es komplett sein soll: GC-GP 6538 Kit
Das Kit enthält zusätzlich weiteres Anschlusszubehör. Für alle, die die Pumpe an einem festen Platz aufstellen und nicht mehrfach zum Baumarkt fahren wollen.
Wenn es eine bekanntere Marke sein soll: Gardena 3000/4 Basic
Die Gardena 3000/4 Basic fördert 3.000 Liter in der Stunde und liegt damit knapp unter der Einhell. Dafür bekommt man das Gardena-Zubehörsystem, das in vielen Gärten ohnehin schon liegt.

